Freitag, 30. Dezember 2011
Symptome & Anzeichen: Freund oder Feind?
Mann, Mann, Mann. Es ist wirklich ein Kreuz mit den sogenannten "Schwangerschaftsanzeichen". Hat man welche, sind es meist keine angenehmen - hat man sie hingegen nicht, macht man sich gleich Sorgen.

Ich bin gleich mal alles das durchgegangen, was ich bis dato kannte:
- Übelkeit: Fehlanzeige
- Brust wird größer: nö
- Brust tut weh: nö
- Bauch wächst: viel zu früh

Hm, das heißt ja nix Gutes. Also erstmal wieder rein ins Net, googlen und suchen, lesen und staunen, prüfen und feststellen: Irgendwie bin ich total unschwanger. Fühle mich auch so - denn mir nix: nicht schlecht, nicht übel, nicht nix. OK, ich schlafe jeden Tag bis zehn, halb elf. Aber ist diese Müdigkeit, die auch zu den Anzeichen gehören soll, wirklich "größer" als sonst? Oder bin ich einfach nur faul und geniesse, dass ich krank geschrieben zuhause bleiben kann? Zumal mein Mann jeden Morgen früh dem Wecker folgen und aufstehen und raus zur Arbeit muss? Ich weiß nicht...

Antriebslosigkeit. Hm, hab ich. Hab ich aber sonst auch immer mal wieder. Also auch nichts Eindeutiges.

Harndrang. Hm, HATTE ich, ein paar Tage lang. Ein paar Tage lang musste ich tatsächlich oft und immer sehr schnell nach dem Trinken zum WC. Aber dann hörte es plötzlich auf. Von jetzt auf gleich. Und ich dachte sofort: "Das war's. Es hat wieder nicht geklappt, Du bist nicht mehr schwanger."

Stimmungsschwankungen. Hm, wir hatten einmal Streit. Aber wir haben hin und wieder Streit, ganz normal. Also kann man das auch nicht zu den "besonderen Umständen" zählen.

Brüste. Sie sollen ziehen, spannen, empfindlicher werden, dunkler werden, größer werden. Es ist wie verhext: ein Tag denke ich, ich spüre was, am nächsten nicht. Ist da was? Ich stehe fast täglich vor dem Spiegel, WILL etwas sehen, aber ich sehe tatsächlich eigentlich nur ganz viel NIX. Alles wie immer. :-(

Mutterbänder. Sie sollen ziehen, wenn sie wachsen. tun sie aber nicht. Wachsen oder ziehen oder beides?

ABER: Ich muss ständig aufstossen. Hä? Gehört das etwas auch dazu? Wieder geh ich im Net auf Jagd und finde tatsächlich was ich suche: Blähungen und Aufstossen gehören auch dazu - der Darm bzw. die Verdauung wird träger und dazu gehört eine vermehrte "Winde-Produktion." Aha. Na denn, wenigstens EIN stetiges, permanentes und passendes Anzeichen. Aber sonst nix.

Es ist echt komisch, manchmal glaubt man, das Unterbewußtsein spielt einem einen Streich. Man bildet sich alles Mögliche ein, oder ist es wirlich so? Tut was weh? Ziept was? Zieht was? Ist was anders als sonst? So genau kann ich das meistens gar nicht definieren. Trotzdem: manchmal wäre ich froh, wenn mir schlecht WÄRE, denn dann wüßte ich, dass noch alles in Ordnung wäre. Überall liest man: sei froh, wenn Du nichts von all den Übeleien hast, aber in Wirklichkeit würden sie einen sicher beruhigen.

Ich habe immer noch ständig Angst, dass etwas nicht stimmt, also klammere ich mich an mein "Aufstossen" und achte auch jeden Tag aufmerksam darauf, dass ich brav meine "Entlüftungen" habe - und zwar MEHR als NORMAL. Solange es so ist, solange ist es gut. Bis jetzt scheint also alles in Ordnung. Noch anderthalb Wochen bis zum nächsten Termin beim FA - solange lebe ich weiterhin in Ungewissheit, bis ich wieder sehe und bestätigt bekomme, dass alles in Ordnung ist.

Drückt uns die Daumen...

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2. Termin beim FA
Dienstag, Tag 6+1.

Das Wartezimmer ist wieder völlig überfüllt. Wir warten, warten, kommen endlich dran. Die FÄ schaut sich meine Karte an und meint: "Na, das mit dem Wert schaut doch schonmal ganz gut aus. Wollen wir doch mal sehen."

Mein Mann will mit, auch auf den Monitor sehen.

Ich bin gespannt, was mit dem Hämatom ist. Darüber habe ich mir die meisten Sorgen gemacht. Sagte die FÄ doch erst, wenn Blutungen aufträten, solle ich zuhause bleiben (als ob sie eh schon fest damit rechnete) und dann hat sie mich ja gleich für die ganze Woche krankgeschrieben (schonen ist angesagt).

Völlig unterwartet dann das "Ergebnis": Der große schwarze Fleck ist einfach weg, nichts mehr zu sehen. Stattdessen findet sie sofort das, was wir suchen: Eine Fruchthöhle von fast 1cm Durchmesse, darin ein "Etwas" mit SSL von 2mm und sie sagt: "Oh, da haben wir auch schon den Herzschlag, können Sie ihn sehen?" Ich sah nix. Ok, die Fruchthöhle natürlich schon, aber darin nur lauter undefinierbare Schatten. Herzschlag? Hm... . "Sagen Sie bloß Sie sehen nichts?" Hm... Immerhin hat mein Mann gesagt, er hätte was gesehen. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, was genau ich da eigentlich gesehen habe.

Das US-Bild zeigt auch viel Schatten, einen großen hellen Fleck mit einem kleinen dunklen drin. Aha...

Jedenfalls sagte sie: "Das hätte ich nicht gedacht, schon so früh das Herz zu sehen" und "alles in Ordnung, jetzt Blutabnahme das volle Programm und wiederkommen im Januar." Also nahm man mir Blut ab und ich - weiterhin krankgeschrieben und mit Schwangerschaftsbestätigung für den Arbeitgeber in der Tasche - durfte wieder nach Hause.

Freuen? ....verhalten... Ich wage noch nicht, an mein Glück zu glauben und möchte einfach nicht zu sehr enttäuscht sein, wenn es doch wieder nicht klappt, obwohl es jeden Tag etwas "realer" wird.

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1. Termin beim FA
Tja, eigentlich wollte ich den Termin so lange wie möglich hinausschieben... damit ich quasi noch so lange wie möglich schwanger bleibe (bevor der FA wieder sagt, dass doch nichts daraus wird). Aber auch mein Mann ist natürlich neugierig und will wissen, was denn nun ist. Meine Tage sind nach wie vor nicht gekommen, also ... zumindest das paßt noch.

Dienstag, berechneter Tag 5+1 gehe ich also hin, abends um sechs. Das Wartezimmer ist proppevoll, so ist immer. Nach einer Stunde Warten dürfen wir (mein Mann ist mit) endlich rein. Der FA (ist eigentlich eine FÄ) ist wie immer im Streß, hat eigentlich kaum Zeit für einen, schiebt mich recht schnell auf die Liege mit den Worten: "Na dann schauen wir einfach mal". Wir schauen - und sehen erstmal ein riesiges Hämatom. Genauergesagt: ICH sehe nur einen großen schwarzen Fleck, der da offensichtlich nicht hingehört. Meine FÄ verzieht aber kaum Miene. Als ich frage, was das heißt, antwortet sie nur: "Hm, das regelt die Gebärmutter von alleine". Dann finden wir doch ein kleines Fruchthöhlchen, das auch zu 5+1 paßt.
Ich erinnere sie daran, dass ich vor einem Jahr schon mal da war und dass es damals nicht klappte - und da ich ja schon 34 Jahre als bin, wir nicht noch weitere Jahre lang probieren wollen... Sie meint: "Nun, bis Weihnachten sollten wir wissen, wa da los ist."
Sie möchte, dass ich Freitag wiederkomme, zur erneuten Blutabnahme, um zu kontrollieren, ob der HCG-Spiegel auch schön so steigt wie er soll. Da Freitag ist habe ich wenig Lust über's Wochenende bis zum kommenden Montag zu warten, aber glücklicherweise bekomme ich die Nummer des Labors mit, wo ich so ab 16h dann auch selbst anrufen könne um nach dem Wert zu fragen. Am Dienstag lag er bei 2060...

Und dann beginnt sie wieder, die elende Warterei. Um halb vier, kurz bevor mein Mann kommt, halte ich es nicht mehr aus und wähle die Ziffern - aber leider sind noch keine Ergebnisse vorhanden. :-( Ich bin aufgeregt, schwanke zwischen Vorfreude und Angst und denke, das nächste Mal muss eben mein Mann anrufen.

Er kommt, da das Labor bis 18 Uhr auf hat, beschließen wir es um 17h zu probieren. Er hat aber leider auch kein Glück, wird auf später vertröstet. Kurz vor 18 Uhr rufen wir wieder an, wieder nichts. Ich bin langsam ziemlich durch den Wind, die Warterei macht mich ganz kirre. Wir bekommen eine andere Nummer, die "Spätschicht" sei dann auch noch da... Wieder warten, wieder anrufen, wieder nichts. Langsam glaube ich an ein böses Spiel, habe aber die ganze Zeit eigentlich nur Angst, dass die irgendwann Feierabend machen und wir gar keine Anwort mehr bekommen.

Um viertel vor acht Uhr abends dann (!) bekommen wir endlich die gewünschte Zahl: 3600. Hm. Sollte mich jetzt eigentlich freuen, aber so hundertprozentig klappt es nicht. Habe ich nicht gelesen, dass der Wert sich alle 2 Tage auf das Doppelte erhöhen sollte? Wäre das nicht über 4000, und das eigentlich auch schon am Donnerstag?

All die Tabellen und Statistiken, all die 1001 Infos, die man sich im Internet ansehen kann - die machen einen nur verrückt. Ich bin "verhalten fröhlich" und versuche mich weiterhin abzulenken. Natürlich denke ich trotzdem dauernd daran. Ich surfe und surfe, schaue, lese, recherchiere, DENKE und GRÜBLE... und das wird auch weiterhin so bleiben.

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So fing alles an...
Hallo!

Also bin ich jetzt wohl schwanger...sagt zumindest der Test. Besser gesagt: sagen alle DREI Tests!

Gleich ein oder zwei Tage nach dem Ausbleiben hatte ich irgendwie so das Gefühl, es könnte so sein - ich habe es mir soooo gewünscht! Seit 13 Monaten probierten wir nach einer 10tägigen ersten Schwangerschaft, die schneller wieder vorbei war als man sich daran gewöhnen konnte, erneut schwanger zu werden, aber es klappte und klappte nicht. Jetzt - ab in die Apotheke, Test besorgen.

Den ersten Test habe ich gleich mal völlig "unter Wasser gesetzt". Habe ihn derart mit Urin beschossen, dass er quasi darin unterging. Na prima, ich hocke auf der Toilette im Büro, bin supernervös und das Stäbchen zeigt nix, absolut gar nichts.
Also in der Mittagspause raus, nächsten besorgen. Superteuer, aber einen anderen gab es nicht. Egal, zurück ins Büro, zurück zur Toilette, 2 Minuten warten...und: es erscheint ein Kreuz! Die zweite Linie ist so dünn und kaum sichtbar, dass ich immer wieder draufschaue. Immer wieder.

Meine Händer zittern total, als ich wieder am Schreibtisch sitze. Meiner Kollegin sage ich es, sie freut sich für mich, umarmt mich und langsam beruhige ich mich. Die nächsten 5 Stunden vergehen sehr langsam, noch in der UBahn schreibe ich meinem Mann eine SMS, er möge bitte einen Test besorgen.

Das macht er - als ich nach Hause komme, verziehe ich mich gleich wieder auf die Toilette und komme mit einem positiven Test zurück. Auch hier ist der Streifen nicht sonderlich fett, aber er ist zu sehen: eindeutig! Mein Mann ist weniger aufegeregt als ich, aber so ist er sowieso immer: ruhig und völlig in sich ruhend - während ich fast ausflippe. :-)

Tja, das der erste Tag. Meine Gedanken fliegen im Kreis, um die Kurve, wie in einem Labyrinth, einen Ausweg gibt es nicht, dafür viele lange Schleifen, Staus und Umwege... Ich bin sehr glücklich einerseits, aber andererseits will ich gar nicht daran glauben aus Angst, es geht wieder schief. Also was mache ich? Bangen, hoffen, zittern, ... und ungeduldig anfangen abzuwarten. Warten, warten, warten...das soll meine Hauptbeschäftigung die nächsten Wochen sein.

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